Was muss ein Online-Marketer alles können?

Marketing ist ein komplexes Gebilde, in dem verschiedene Wissenschaften eine Rolle spielen. Für den Online Marketer sind Psychologie und Kommunikationswissenschaft neben Wirtschaft allgemein am wichtigsten.

Auf einen kleineren Nenner gebracht bedeutet dies: Um Surfer im Internet auf die eigene Website zu locken und am Ende zu Kunden oder Geschäftspartnern zu machen, muss man wissen, was sie wollen.

Zielgruppen-Nutzen-Strategie: Die Website, fast jede Webaktivität muss auf mögliche Interessenten ausgerichtet sein und ihnen Nutzen bringen.

Was sucht der Internet-Nutzer?

Neben Unterhaltung und privaten Kontakten sucht jeder im Internet nach Information.

Information ist daher Marketingmittel Nr. 1 - in Amerika lange auch Ware Nr. 1, Informationsprodukte, in Form von e-Books, zu jedem erdenklichen Thema. Das ist jetzt aus verschiedenen Gründen nicht mehr so einfach, und in Deutschland wird ein derartiger Boom wahrscheinlich nicht eintreten, aber Informations-Marketing wird immer seine Wirkung behalten.

Information, besonders häufig aufgefrischte, zieht Besucher an, weil die Information für sie nützlich ist.

Je qualifizierter, persönlicher und authentischer diese Information und Kommunikation ist, desto mehr Vertrauen in den Anbieter einer Ware schafft sie. Das führt dann zu Verkauf.

Ganz besonders dann, wenn ein Affiliate oder Networker Ware eines Anderen anbietet, ist ein Alleinstellungsmerkmal wichtig – dem Interesenten wird das Gefühl vermittelt, dieser eine individuelle Online-Marketer sei die einzige Anlaufstelle die er braucht, wenn er Marke “Soundso” kaufen will oder nach Information über ein bestimmtes Fachgebiet sucht. (Das bedeutet “Personal Branding” und wird fast immer unterschätzt.)

Nach amerikanischer Definition ist Online Marketing die persönliche Kommunikation mit dem Kunden via Internet.

Der Kunde legt Wert darauf, den Verkäufer gegebenenfalls persönlich ansprechen zu können, Beratung und Betreuung fordern zu können.

Aber vorher muss er sich natürlich auf der Website gut zurechtfinden können.

Jeder hat schon Websites besucht und sich geärgert, dass die laut Google enthaltenen Keywords gar nicht zu finden waren.  Das sind verwertbare Erfahrungen, denn der Online Marketer muss das Meiste durch Tun, Erfahrungen, und die Analyse fremder Websites und Fehler lernen.

Den eigenen Internet-Auftritt durch die Augen der Besucher betrachten und so eine besucherfreundliche Website gestalten. – Aufgrund der Beobachtung eigenen Surf-und Kauf-Verhaltens ist das gar nicht so schwer.

Zwar darf man nie denken, jemals ausgelernt zu haben, wenn es um Online Marketing geht, aber das meiste ist nur halb so schwer, wie es sich anhört, besonders wie es einem glauben gemacht wird, von denen die es teuer als Geheimnis verkaufen wollen.

Ungeduld ist der größte Feind des Internet-Marketers. Man muss sich unbedingt Zeit genehmigen zum Ausprobieren, Testen, Analysieren. Die Website ist niemals als fertig abzuhaken, muss aber unbedingt fertig aussehen, ehe man durch Werbung für breitere Öffentlichkeit sorgt.

Außerdem zu beachten: Folgendes Paradoxon: Mehr und mehr Leute kaufen zwar gern im Internet, aber niemand will etwas verkauft bekommen. Verkäufer sind unbeliebt, Reklame verhaßt.

Deshalb Informations-Marketing mit möglichst unaufdringlicher Werbung. Besonders im Web 2.0. Dort geht mehr um die Eigenwerbung, das “Personal Branding”, um über Umwege als Berater oder Geschäftspartner akzeptiert zu werden. Webmasterqulitäten sind weniger wichtig (soweit man nicht Webdesign oder ähnliches anbieten will) als ein ansprechendes Profil und Erreichbarkeit.

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Webspace, Domains und Frames

Ein Einsteiger ins Online Marketing braucht kein großes Budget. Nur eins braucht er ohne jedes Wenn und Aber sofort:  Eine eigene Website.

Ich lese oft “Sie brauchen nicht einmal eine eigene Website”…. Mir fällt im Moment nichts ein, auf das das zuträfe. Selten empfielt es sich, eine von Fremden zur Verfügung gestellte Site direkt zu bewerben, abgesehen davon, dass die URL meist unbrauchbar ist.

Eine Domain für eine fremde personalisierte Website oder kostenlosen Webspace zu kaufen, besonders eine kostenlose Domain zu verwenden, bringt aber noch ein anderes Problem mit sich.

Die Site liegt in einem Frame. Das bedeutet, wie toll auch immer der Inhalt,   Suchmaschinen können sie nicht lesen!

Wer kennt sich schon mit solchen Dingen aus? Auch ich wäre nicht auf die Idee gekommen, mich vor dem Kauf einer Domain ohne Hosting zu erkundigen, ob die Domains in einem Frame auf den Webspace weitergeleitet werden, wenn nicht gerade mein Sohn zu einem amerikanischen Host umgezogen wäre, der keine De Domains registriert.

Webspace hat nur eine IP, und der Hoster oder der Webmaster selbst überschreibt diese praktisch mit seinem Domainnamen, sodass dieser vom Registrar aus auf sich selbst weitergeleitet wird. Kostenloser Webspace hat meist seine eigene URL, und bei Weiterleitung ohne Frame würde dann diese erscheinen, und nicht die Domain.

Eine Programm- oder Affiliatesite hat natürlich auch ihre eigene URL. Deshalb muss ich in diesem Fall meist auf den Inhalt der Seiten verzichten. Daher ist es erstens wichtig, dass ich wenigstens Keywords und Beschreibung (Basis-SEO) bei der Umleitung eingeben kann.

Noch wichtiger ist allerdings, dass ich eigene Texte auf eigenem, für Suchmaschinen zugänglichem Webspace habe, wo ich solche Seiten dann verlinken kann, denn Reklame allein reicht nicht, um angemessen für ein Geschäft zu werben.

Darüber, wie und wie sehr  sich Anfänger, die diese erste notwendige Investition vernachlässigen, sonst noch schaden, später mehr. Wer noch gar keine Ahnung hat, was er unternehmen will, sollte sich zumindest erstmal Webspace mit dem eigenen Namen sichern.

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