Affiliate Marketing

Was genau ist eigentlich Affiliate Marketing?

Ein Affiliate ist ein Partner, der im Namen und auf Rechnung anderer Waren anbietet, besser gesagt bewirbt, und bei Erfolg Kommissionen erhält.

Die Anmeldung zu Partnerprogrammen ist kostenlos (sonst: Vorsicht!).

Werbemittel stellt in der Regel der Händler oder Anbieter zur Verfügung.

Der eigentliche Kaufmann heißt, aus dem amerikanischen übertragen auch hier Merchant (brit. Mercheant).

Internet Affiliate Marketing ist eine fast eigenständige Geschäftsform, die viele als Einstieg ins Internetmarketing wählen.

Der Affiliate Marketer betreibt sein eigenes, selbständiges Unternehmen.
Dabei braucht er sich um alles, was mit Warenwirschaft, Verkauf, Auslieferung und Kundendienst zu tun hat, nicht zu kümmern.

Oft wird gesagt, man brauche keine eigene Website, weil manche Merchants direkt auf ihre Werbe- und Verkaufsseite verlinken, sozusagen dem Affiliate eine eigene Website zur Verfügung stellen.

Eigenes Geschäft heißt trotzdem grundsätzlich:
Eigener Internetauftritt.
Und Personal Branding ist umso wichtiger, je bekannter die vertretenen Marken oder Merchants sind. Im amerikanischen Internetmarketing ist es oft sogar umgedreht:
Bekannte Affiliate Marketers werden von Merchants umworben, damit diese sie und ihr Produkt bekannt machen.

Ein Online Affiliate Marketer braucht:

1. Ein Projekt, eine Idee, Wissen zu irgendeinem Thema

Für jedes Hobby lassen sich passende Affiliate Programme finden. Dann gilt es, die Waren auf einer ansprechenden Website zu präsentieren, empfehlen, effektiv zu bewerben – eigenständig zu vermarketen also.

Profi-Blogger oder -Webmaster entscheiden sich für ihr spezielles Thema auch mit Hilfe von Keywordanalyse und Googletrends und in Communities und Foren anhand der Lieblingsthemen dort.

2. Eine eigene Website / Internet-Auftritt

Die einzigartige Homepage und die personenspezifische Website sind zwei Hauptthemen des Internet Marketing allgemein.

Dass die Website auch Produktspezifisch und Zielgruppenorientiert sein muss, versteht sich von selbst.

3. Eigene Domain(s) und eigenen Webspace

Es sieht nicht nur besser aus, wenn man nicht gleich an der URL erkennt, dass es sich um eine kostenlose Website oder Affiliatelinks handelt, für Verlinkungen und sämtliche ansonsten erlaubte Werbung im Web 2.0, fast alle effektiven Werbeformen also, kann man Affiliatelinks nicht verwenden.

Mit einem fremden kostenlosen Homepagebaukasten hat man keine Kontrolle über die Homepage, schon gar nicht über Uploads. Das schlimmste fürs Geschäft ist: Kostenlose Websites sind meist mit Fremdwerbung finanziert.

Gratis Hosting mit Website (aber häßlicher URL), Blog, und Webspace (Googlebase) fast ohne Nutzungsbeschränkungen und ohne verdienstlose Fremdwerbung gibt es nur bei Google. – Webspace wird nämlich nur durch Bearbeitung und Inhalte wertvoll. Dann kann besonders Google Werbeplätze darauf verkaufen. Und der Webmaster verdient mit.

Alle Anbieter im Internet verschenken ihre Resourcen oder Waren,  nur um dadurch zu verdienen. – Entweder an den Beschenkten, die später vielleicht gern später etwas kaufen und so lange den Newsletter beziehen, oder mit deren Hilfe, indem sie sie zu echten Affiliates im amerikanischen Stil machen. Das hatte ich mir eigentlich vom ‘European Giveaway’ erhofft… . (Dieser Grundmechanismus des OnlineMarketing wird an anderer Stelle erklärt.)

4. (evtl. statt 3.) Einen Blog

- mehr dazu in meinem Blogging-Kurs für Anfänger auf Blogspot.

Blogs findet man häufig kostenlos, nicht immer ist es erlaubt, sie kommerziell zu nutzen, oder es befindet sich Fremdwerbung darauf. Wenn man daran allerdings mitverdienen kann, ist das etwas anderes. Z.B. bei Squidoo. Es gibt dort auch vereinzelt deutsche Lensmaster, mit deutschen Lenses und Google mag Suidoo auch wieder.

5. Geduld und Ausdauer beim Geschäftsaufbau

Je nach Zeit, die zur Verfügung steht und webmasterischem Geschick kann die Geschäftsgrundlage innerhalb von drei Monaten aufgebaut werden, dann folgt die Werbung und das eigentliche Marketing.

Für Amerika könnte man fast sagen, Internet Marketing, Online Marketing, ist zu 90% Affiliate Marketing. Mehr dazu auf der Unterseite
Amerikanisches Affiliate Marketing

Leider ist es hierzulande so, dass das Affiliate Marketing als Geschäftsform noch nicht wirklich bekannt ist. Manchmal frage ich mich: 
Gibt es in Deutschland überhaupt Affiliate Marketing?

Vom Merchant aus wird Affiliate Marketing eher als kosten-und risikolose Werbeform betrieben, die ihn nur dann etwas kostet, wenn er zuvor einen Verkauf getätigt hat.

Für den Affiliate (oder Shop-Partner, welche Funktion er hierzulande eben nicht hat,)  ist Affiliate Marketing überwiegend nur eine Art, seine Homepage zu monetisieren, die oft weniger einbringt als Adsense.

Entsprechend sehen Verdienste und Durchführung aus, und das Ansehen des Affiliate Marketing als “noch so eine Geld-verdien-Masche”, die nur die Reklameflut vergrößert und die Massen von Spam.

Aber das ist es gerade, was Affiliate Marketing nicht ist eine simple billige Werbeform.  – Sollte man doch eine Marktnische finden, in der es beständige Angebote gibt, vor allem zuverlässige Händler, die auch entsprechend ihre Einnahmen teilen, weil sie den Sinn des Affiliate Marketing kennen.

6. Kontaktliste aufbauen

Auch Email Marketing gehört zu den Tätigkeiten, die deutsche Online Marketer, besonders Affiliates, völlig zugunsten von Reklame (Werbe-Mails statt ordentlicher Newsletters oder Ezines) vernachlässigen.

Aber die Kundengewinnung und -Bindung durch einen interessanten und informativen Newsletter ist für den Affiliate Marketer genauso wichtig für jeden anderen Internet Marketer auch.

Wenn es also gelingt, eine wirklich erfolgversprechende Geschäftsmöglichkeit zu finden, sollte so früh wie möglich, gleich wenn die Website fertig ist, an den Entwurf des Newsletters gedacht werden, und die ersten Verdienste sofort in einen Autoresponder re-investiert werden.

Zusammenfassend wiederholt: Affiliate Marketing ist eigentlich nicht, wie es in der Wikipedia steht, ein Teilgebiet des Online Marketing, sondern eine ziemlich eigenständige Erscheinungsform des Internet Marketing.

Der Affiliate Marketer treibt lediglich keinen Handel mit eigener Ware. Er vemarketet die fremde Ware oder Dienstleistung jedoch genauso, als wäre es eigene, nach dem immer gleichen Schema des Online Marketing:

Meine Website – Mein Traffic – Meine Besucher – (Meine Kontaktliste) –> Meine Provisions-Einnahmen

Besonders die Punkte mein Traffic, meine Besucher sind wichtig. Der Aufwand, um Zugriffe zu erzeugen und das Interesse der Besucher zu wecken, ist immer derselbe und führt selten zum sofortigen Umsatz. Werbung muss der Affiliate Marketer für sich machen.

‘Vornehme Zurückhaltung’ zugunsten von fremder Reklame bringt dem Webmaster / Affiliate Marketer ebensowenig wie Spam. Aber wer das weiß und wer sich selbst und die Konkurrenz daraufhin gut beobachtet und analysiert, wird auch letztlich auch als Affiliate Erfolg mit Online Marketing haben.

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