16. May 2009 Neila~Sabine
Alle Welt will Geld verdienen mit Online Marketing. Marketing ist jedoch in erster Linie ein Kostenfaktor im Geschäftsleben. Der Haupt-Aufwand an Geld und Zeit entfällt dabei auf die Werbung.
Marketing ist praktisch alles, was zu tun ist, um dauerhaft eine bestimmte Ware an die Kunden zu bringen. Angefangen mit Marktforschung zur Bedarfsklärung. Es folgen Reklame, Werbung, PR, Kundenbetreuung und-Dienst. (Wahrscheinlich habe ich noch einiges vergessen.)
Im amerikanischen Internet Marketing gehören sogar Produkt-Entwicklung und -Herstellung mit dazu. Informationsprodukte (meist in Form von eBooks) und Software werden gezielt erstellt, weil Nachfrage besteht.
Marketing online zu betreiben, ist hauptsächlich deshalb beliebt und zweckmäßig, weil die Werbung bei praktisch unbegrenzter Reichweite auch noch viel kostengünstiger ist und genau zielgerichtet einzusetzten.
Zum Beispiel findet ein potentieller Kunde die Ware, nach der er gerade sucht, durch die Suchmaschine auf der Website eines Händlers und wird sie nach einigen Vergleichen wahrscheinlich kaufen, zumal er das meist sofort und direkt auf der Website tun kann.
Werbung in Printmedien für spezielle Interessengruppen kann ebenso zielgerichtet potentielle Kunden erreichen, aber nicht so viele, und seltener in dem Augenblick, wenn eine Kaufentscheidung ansteht.
TV-Werbung ist die teuerste und am wenigsten zielgerichtete Werbung. Zwar erreicht sie – theoretisch – ein großes, breitgefächertes Publikum, jedoch ist schon die Wahrscheinlichkeit gering, dass sich jemand überhaupt für das Angebot interessiert, noch weniger erreicht diese Werbung den Betrachter in dem Moment, wo ein Kauf anstehen könnte.
Werbung im Internet (dabei klammere ich jetzt den Bereich Reklame aus) kann noch mehr: Eine Definition für Online Marketing aus dem Amerikanischen lautet:
Online Marketing ist die persönliche, direkte Kommunikation mit dem Kunden.
Also, soweit es sich auf Werbung bezieht, im Sinne von Public Relations.
Werbung besteht aus unterschiedlichen Teilbereichen, die getrennt betrachtet werden müssen, damit sie wirkungsvoll eingesetzt werden können. So besteht durchaus ein Unterschied zwischen Werbung und Reklame. Durch unseren Sprachgebrauch verschleiern wir diesen, weil Reklame für uns nur das negativ konnotierte Synonym für Werbung ist.
Die Wikipedia bietet einen Spiegel des allgemeinen Verständnisses. Hier sieht man besonders deutlich, dass alles in einen Topf geworfen wird, Marketing, Reklame, Vertrieb, Werbemittel… :
http://de.wikipedia.org/wiki/Online-Marketing
Online-Marketing (auch E-Marketing genannt) sind alle Marketing-Maßnahmen, die mit Hilfe des Internets erfolgen können. Teilgebiete sind klassische Bannerwerbung, Suchmaschinen-Marketing, E-Mail-Marketing und -Werbung und Affiliate-Marketing. Diese Marketing-Leistungen werden von sogenannten Werbeportalen (meist kostenpflichtig) angeboten.
Eigentlich stimmt nur der erste Satz richtig. Ein Teilgebiet des Online Marketing, sicherlich das wichtigste und auffälligste, ist die Internet Werbung allgemein.
Dazu gehören Werbemittel wie Banner und Emailwerbung. Unter der Überschrift Email-Marketing beschreibt die Wikipedia, was Email-Werbung ist. Email Marketing ist etwas anderes, nämlich jene oben erwähnte Kommunikation mit dem Kunden oder Interessenten, der bereits insoweit mit dem Marketer in Kontakt getreten ist, dass er sich in seinen Newsletter eingechrieben hat. (Und aus einem reinen Werbe-Letter wird er sich sehr schnell wieder austragen.)
Unter dem Stichwort Bannerwerbung fidet sich das, was den Sinn der Reklame ausmacht:
Die Schaltung von klassischer Online-Werbung in Form von Werbebannern, Pop-ups und Layer Ads, die auf die Dienstleistungen und Produkte des Werbetreibenden aufmerksam machen sollen.
Effektvolle und richtig eingesetzte Reklame weckt Neugier. Die Reklame bringt Besucher auf die Website. Damit wird der folgende Marketing-Schritt vorbereitet: Die eigentliche Werbung im Sinne von Kontaktaufnahme mit potentiellen kunden, die, je nach angebotenem Produkt oder Dienstleistung zum Verkauf führen soll oder zur Einschreibung in die Kontaktliste.
Auf der Website müssen sich, wie auch im Newsletter, solide Informationen über das Angebot befinden. – Keine Reklame.
Website, Newsletter (Stichwort Email-Marketing), besonders Blog, wo auch direkte Antworten oder Anfragen möglich sind, bilden das Zentrum der Marketing-Aktivitäten. Dabei geht es hauptsächlich um das sogenannte Informations-Marketing, außerdem um Kommunikation. Werbung findet dort ntürlich auch statt, insofern dem Besucher das Angebot nicht nur ausführlich vorgestellt wird, sondern besonders dessen Nutzen für den Besucher dabei in den Vordergrund gestellt wird.
Website – Traffic – Sales
(Traffic=Zugriffe, Sales=Verkauf) Die Mechanik des Online Marketings.
Wie kommen die Besucher auf die Website?
Einige werden also durch Reklame angelockt, andere Zugriffe werden ‘erzwungen’ mit ‘Forced Clicks’ gegen Geld oder Punkte für Zugriffe auf die eigene Seite.
Die andere, weitaus wirkungsvollere (natürlich auch teurere und kompliziertere) Methode ist das Suchmaschinen-Marketing.
Gezielt werden dabei Leute angesprochen, die bereits Interesse am Thema der Website haben. Genaugenommen ist Suchmaschinen-Marketing gar keine Werbeform, sondern es geht um Traffic, d.h. Zugriffe. Und zwar gezielte Zugriffe interessierter Besucher auf die Website.
Affiliate-Marketing ist ein ganz eigenes Thema.
Amerikanisches Affiliate Marketing: Ein Internet Marketer, der Kenntnisse zu irgendeinem bestimmten Thema hat, aber kein eigenes Produkt, vermarktet mit allem oben erwähnten Methoden selbständig die Produkte eines oder mehrerer Merchants.
Der Merchant braucht sich so im Zweifelfall um das gesamte Marketing gar nicht mehr zu kümmern. Deshalb sind hohe Provisionen von 30% bis zu 75, gelegentlich sogar 100%, die Regel.
Da Affiliate Marketing jedoch von den meisten als Einstieg ins Online Marketing gewählt wird, stellt der Merchant den Affiliates Werbemittel vom Banner bis zum personalisierten Informationsprodukt (kostenloses E-Book) und Ausbildungsmaterial zur Verfügung.
Der Affiliate macht also nicht nur, wie hierzulande, Werbung für den Merchant, sondern vermittelt ihm direkt Kunden. Bei berühmten sogenannten Super Affiliates, wie z.B. Ewen Chia, der noch nicht lange eigenes vertreibt, fällt dem Kunden gar nicht wirklich auf, dass er eigentlich Produkte eines Anderen kauft, zumal ein Super Affiliate selbst eigene Affiliates ‘beschäftigt’, und auch auszahlt, die mit den ursprünglichen Merchants gar nicht mehr in Verbindung stehen.
In Deutschland wird Affiliate Marketing vom Merchant aus eher als Werbeform betrieben, die ihn nur dann etwas kostet, wenn er zuvor einen Verkauf getätigt hat.
Für den Affiliate (oder Shop-Partner) hierzulande ist Affiliate Marketing überwiegend nur eine Art, seine Homepage zu monetisieren. Dazu gehört als allererstes, dass die Homepage wirklich eine eigene ist, Domain und Hosting.
Da sich alles beim Online Marketing um den Traffic dreht, ist es ein Fehler, diesen durch die eigene Werbung auf fremde Websites (die der Merchants) zu lenken, denn der Traffic allein ist es nicht, der zum Verkauf führt.
Nicht nur die Perfektionierung der Homepage, auch das Personal Branding, also das persönliche Bekanntmachen des Webmasters, zu vernachlässigen ist ein Fehler, dessen sich viele, die im Internet kein Geld verdienen, nicht bewußt sind. ‘Vornehme Zurückhaltung’ zugunsten von Reklame bringt dem Affiliate Marketer ebensowenig wie Spam.
Das ist einer jener Balance-Akte im Online Marketing, die sich nicht lernen oder lehren lassen, sondern für die man sich nur mit viel Geduld ein Gespür aneignen kann. Aber wer das weiß und sich und andere daraufhin gut beobachtet, wird auch letztlich Erfolg mit Online Marketing haben.
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4. April 2009 Neila~Sabine
Natürlich kommt es immer auf die Art des gewählten Geschäftsmodells an, ob eine statische Website als Haupt-Anlaufstelle für Besucher nötig ist, und mit einem Blog allein kommt ein Geschäft auch nicht aus.
Für den Blog als erste zentrale Homepage spricht vieles:
Informations-Marketing ist die grundlegende Marketingmethode für das Internet. Das heißt, regelmäßig und viel neue Information zur Verfügung stellen, um immer wieder neue Besucher aufmerksam zu machen und Stammgästen Neues zu bieten.
Suchmaschinen lieben frischen Inhalt. Jede Veränderung der Homepage wird registriert und wirkt sich positiv aus, auch auf den Pagerank, wenn erstmal welcher vorhanden ist.
Technisch gesehen ist es schon kompliziert, eine Website immer wieder zu verändern, auch wenn man eigentlich nur das Template und die erste Seite, also den Index, erarbeiten muss. (Weitere Seiten werden dann kopiert, und mit neuem Inhalt versehen. – Aber die Idee, meine Online-Marketing Website als Artikel-Serie auf diese Weise fortzusetzen, habe ich sofort aufgegeben, als mir dieser fertig optimierte Blog in die Hände fiel.)
Eine statische Website, besonders wenn die Domain neu ist, braucht sehr lange (bis um die drei Monate) bis sie überhaupt bei Google gelistet ist. Damit bleiben die Besucher, auf die es am Meisten ankommt, aus, und man muss viel Reklame machen.
Reklame kostet Geld und Zeit, und ist nicht halb so wirkungsvoll, wie ein informativer Text, den jemand bei der Googlesuche gefunden hat. (Tipps zur Internet-Werbung, besser gesagt, Arten von Reklame, die Besucher etwas wirkungsvoller “einfangen” könnten, sind hier: Werbung oder Reklame? )
(Ich sehe gerade: Vinbli Werbenetzwerk – Werbung maßgeschneidert – verschenkt noch den nächsten 3 Anmeldungen Werbeguthaben)
Ein Blog veröffentlicht sich von selbst. Mit jedem neuen Post wird ein Signal ausgesandt, das auch von Google sofort aufgenommen wird. Ob das dadurch geschieht, dass sich ein Blogpost durch den Ping mit verschieden Blogverzeichnissen verlinkt, die dann von Suchmaschinen ständig durchsucht werden, oder ob der RSS-feed direkt aufgenommen wird, weiß ich nicht.
In den Wordpress-Funktionen ist die automatische Anmeldung jedes neuen Posts schon eingebaut. Ansonsten kenne ich noch Ping-O-Matic und Pingoat, Services, mit denen man die wichtigen Blogverzeichnisse pingen kann, indem man die Feed-URL dort eingibt.
Das macht SEO und Verlinkung in Webkatalogen fast überflüssig. – Ein sehr heikles Thema, mit dem ein Anfänger leicht seine Website ruinieren kann, und zu dem es noch viel zu sagen gibt.
Verschiedene Seiten, die man evntuell in Besucheraustauschen oder anderen gängigen Werbemöglichkeiten zeigen will, als Landing-Page für Besucher seiner Angebote, bzw. auf Affiliateseiten weiterleiten, besonders Verkaufs-Seiten, müssen neben dem Blog zusätzlich erstellt werden.
Aber, da auch ein statischer Internetauftritt nicht wie eine Reklametafel aussehen darf, ist das sowieso nötig.
Worauf es bei der geschäftlichen Homepage ankommt:
- Information
- Inhalt, Wort- besonders Keyword-reich
- Besucher- und Suchmaschinen-Freundlichkeit
- unkomplizierte Handhabung
- einfache, breitenwirksame Veröffentlichung
- Interaktivität
- Personal Branding (Unverwechselbarkeit durch Persönlichkeit)
Diese Punkte sind beim Blog gegeben.
“Coolere” Gestaltungsmöglichkeiten, mit Flashelementen usw. gehen zulasten der Suchmaschinenfreundlichkeit und der Ladegeschwindigkeit. Interaktive Elemente wie Shoutboxes sind zwar lustig, aber nicht wirklich ernsthaft.
Wer noch keine Angebote hat, für die sich ein Newsletter lohnt, ist mit der wesentlich unverbindlicheren Aufforderung, der Besucher möge bitte den RSS-Feed abonnieren, statt seine E-Mail-Adresse einzutragen zu müssen, besser dran.
Ein Blog ist also besonders zum Einstieg ins Online Marketing besser geeignet, als eine statische Website.
Wenn zum Geschäft unterschiedliche Themenbereiche gehören, empfiehlt es sich vielleicht, eine Art statisches “Deckblatt” vorzuschalten, auf dem alles zusammengefaßt wird. Wer Php beherrscht und die Besucher auf eine Domain holen will, die nicht wie ein Blog aussieht, findet auch andere Lösungen, ohne auf Dynamik und RSS verzichten zu müssen. Die statische Website im “alten” Stil reicht heute nicht mehr aus.
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30. March 2009 Neila~Sabine
Marketing ist ein komplexes Gebilde, in dem verschiedene Wissenschaften eine Rolle spielen. Für den Online Marketer sind Psychologie und Kommunikationswissenschaft neben Wirtschaft allgemein am wichtigsten.
Auf einen kleineren Nenner gebracht bedeutet dies: Um Surfer im Internet auf die eigene Website zu locken und am Ende zu Kunden oder Geschäftspartnern zu machen, muss man wissen, was sie wollen.
Zielgruppen-Nutzen-Strategie: Die Website, fast jede Webaktivität muss auf mögliche Interessenten ausgerichtet sein und ihnen Nutzen bringen.
Was sucht der Internet-Nutzer?
Neben Unterhaltung und privaten Kontakten sucht jeder im Internet nach Information.
Information ist daher Marketingmittel Nr. 1 - in Amerika lange auch Ware Nr. 1, Informationsprodukte, in Form von e-Books, zu jedem erdenklichen Thema. Das ist jetzt aus verschiedenen Gründen nicht mehr so einfach, und in Deutschland wird ein derartiger Boom wahrscheinlich nicht eintreten, aber Informations-Marketing wird immer seine Wirkung behalten.
Information, besonders häufig aufgefrischte, zieht Besucher an, weil die Information für sie nützlich ist.
Je qualifizierter, persönlicher und authentischer diese Information und Kommunikation ist, desto mehr Vertrauen in den Anbieter einer Ware schafft sie. Das führt dann zu Verkauf.
Ganz besonders dann, wenn ein Affiliate oder Networker Ware eines Anderen anbietet, ist ein Alleinstellungsmerkmal wichtig – dem Interesenten wird das Gefühl vermittelt, dieser eine individuelle Online-Marketer sei die einzige Anlaufstelle die er braucht, wenn er Marke “Soundso” kaufen will oder nach Information über ein bestimmtes Fachgebiet sucht. (Das bedeutet “Personal Branding” und wird fast immer unterschätzt.)
Nach amerikanischer Definition ist Online Marketing die persönliche Kommunikation mit dem Kunden via Internet.
Der Kunde legt Wert darauf, den Verkäufer gegebenenfalls persönlich ansprechen zu können, Beratung und Betreuung fordern zu können.
Aber vorher muss er sich natürlich auf der Website gut zurechtfinden können.
Jeder hat schon Websites besucht und sich geärgert, dass die laut Google enthaltenen Keywords gar nicht zu finden waren. Das sind verwertbare Erfahrungen, denn der Online Marketer muss das Meiste durch Tun, Erfahrungen, und die Analyse fremder Websites und Fehler lernen.
Den eigenen Internet-Auftritt durch die Augen der Besucher betrachten und so eine besucherfreundliche Website gestalten. – Aufgrund der Beobachtung eigenen Surf-und Kauf-Verhaltens ist das gar nicht so schwer.
Zwar darf man nie denken, jemals ausgelernt zu haben, wenn es um Online Marketing geht, aber das meiste ist nur halb so schwer, wie es sich anhört, besonders wie es einem glauben gemacht wird, von denen die es teuer als Geheimnis verkaufen wollen.
Ungeduld ist der größte Feind des Internet-Marketers. Man muss sich unbedingt Zeit genehmigen zum Ausprobieren, Testen, Analysieren. Die Website ist niemals als fertig abzuhaken, muss aber unbedingt fertig aussehen, ehe man durch Werbung für breitere Öffentlichkeit sorgt.
Außerdem zu beachten: Folgendes Paradoxon: Mehr und mehr Leute kaufen zwar gern im Internet, aber niemand will etwas verkauft bekommen. Verkäufer sind unbeliebt, Reklame verhaßt.
Deshalb Informations-Marketing mit möglichst unaufdringlicher Werbung. Besonders im Web 2.0. Dort geht mehr um die Eigenwerbung, das “Personal Branding”, um über Umwege als Berater oder Geschäftspartner akzeptiert zu werden. Webmasterqulitäten sind weniger wichtig (soweit man nicht Webdesign oder ähnliches anbieten will) als ein ansprechendes Profil und Erreichbarkeit.
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